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Seit Jahren ist Belinda Barmettler als Produktepräsentatorin für die Firma Rahmensprenger unterwegs und preist ebenso tapfer wie unbeholfen die Vorteile des polyvalenten Megasticks an. In neuerer Zeit ist sie aber auch als UOAPM-Expertin (Undercover-Observing and-Analysing-Product-Marketing) tätig und offeriert ihr Wissen all jenen, die ebenfalls daran glauben, dass das Revival des Dufttannlis lohnenswert und gewinnbringend ist.

Amanda Amacher hat ihr Sprungbein bis heute nicht gefunden. Aber sie sucht nun nicht mehr danach. Und sowieso gibt es nebst ihrem Sporttrauma noch diverse andere Traumata aufzuarbeiten. Die Beziehung zu ihrem Therapeuten ist denn auch die dauerhafteste in ihrem Leben. An ihrem Arbeitsplatz konnte sie sich unlängst profilieren, indem sie einen ausgeklügelten und hochkomplexen Sanierungsplan umsetzte und das marode Znünikässeli wieder auf Gewinnkurs brachte.

Albana stammt aus Südosteuropa, ist Sek-C-Schülerin und momentan auf Lehrstellensuche. «Mim Lehrer, dem Gölti, de wott mich abschieben imfall! I sone gschissnigi Lehrstel he! Schargütriverchäuferin im Coop! Ich bin Muslimin he! Ich lang sicher nöd dem Schweinefrass a».

Karthika, die stolze Trägerin der silbrigen Gurke und Chef von Bäseli und Schüfeli bei McDonalds, ist nun endlich Schweizerin mit tamilischen Wurzeln. Durch jahrelange, unermüdliche und entwaffnend charmante «public relation for integration» hat sie sich den Schweizer Pass redlich verdient. Karthikas beste Freundin ist Chef von Pommes Frites und mit ihrem Mann Ruedi vor allem darum noch verheiratet, weil sie sich an ihn gewöhnt hat "wie a de gruusig Teppich i de Stube". Von Annemarie weiss Karthika denn auch, wie Ruedi sich vor Minaretten zu schützen versucht. 

Wenn Annälis Schönbächler arbeitet, handelt es sich um 100 Prozent eidgenössische Qualitätsarbeit: «Ich bi nüd blöjss Schwizeri, sondern Eidgenossin. Schwizer wird jo hüt afig jedä Tubel». Nichtsdestotrotz ist sie VUPEU-Mitglied (Verein unabhängiger Putzfrauen von Europa und Umgebung). Für ihre Idee, wie man illegale Abfallsäcke nicht nur loswerden, sondern gewinnbringend und kostenneutral für die innere Sicherheit verwenden kann, erntete sie viel Lob. Aber auch für andere politische Fragestellungen hat sie praktische Lösungen parat.

In ihrer letzten Forschungsarbeit konnte Frau Dr. Inge Bruchmeisel vom paläonthologisch- ethnologischen Institut der Universität Heidelberg schlüssig erklären, wer wann wo und aus welchem Grund das Rad eigentlich erfunden hätte, es aber sogleich wieder verworfen und damit immerhin das Diskuswerfen erfunden hat. In ihrer aktuellen Forschungsarbeit untersucht sie die Kultur der Jalapenen, die vor rund 4000 Jahren im Gebiet des heutigen Sihltales ansässig waren und den Vorläufer des Dufttannli, den Geruchsstein, entwickelten und rege nutzten.

Parodien

Mehr Infos und Bilder unter www.giacobbo-mueller.ch